Donnerstag, 30. Oktober 2008

Neue Musik von mir - Eigenkompositionen bei Youtube



Finally, I proudly present....
Zwei meiner Lieder sind aufgenommen und bei Youtube ins Netz gestellt.
Der Ton ist etwas leiser als bei den früheren Aufnahmen, weil ich das Mikro weiter nach hinten gestellt hatte.
Hab ich erst gemerkt, als das Zeug schon im Kasten war, und dann ist mir keine Aufnahme mehr gelungen, die mir gefallen hat.
Es ist trotzdem gut geworden, enjoy!
Kommentare und Feedback sind gern gesehen.


Das Lied vom Heldenmut



Piratenschiff




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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Duelle in WAR?



Im Forum kam die Diskussion auf, ob eine Duellfunktion in Warhammer Online gut wäre.

Ich würde das gut finden. Denn im Krieg ist es nützlich, meine Fähigkeiten erstmal im Training zu erproben, bevor ich echte Feinde beharke, die mich fröhlich ihrem irren Gott opfern wollen.


Klar, WAR ist kein 1on1-Spiel, und das find ich auch gut - das soll so bleiben!
Darum sollte man sich in Duellen auch vor Augen halten, dass es einfach Klassen gibt, die gegensätzlich aufgebaut sind.

Ich find Duelle trotzdem gut, und das aus mehreren Gründen:

1. Es kann echt abendfüllend sein.
Gerade diese mangelnde Vielfalt stört mich an WAR. Ich kann Questen und Szenarien machen. Craften ist mehr was für nebenbei (und auch ziemlich langweilig, finde ich, weil nichts wirklich spannendes bei rauskommt), Duelle gibts nicht...
Duelle als Möglichkeit, die Spieler zu beschäftigen sollte man nicht unterschätzen.

2. Es ist eine Möglichkeit, sich mit den eigenen Freunden zu messen, ohne gleich verschiedene Fraktionen spielen zu müssen.
Wenn ich mich einfach mal mit nem Kumpel kloppen will, müssen wir nicht erst auf nen anderen Server, um uns dann irgendwie zu treffen.
Toll.

3. Es fördert den Kampfgeist und die Motivationsspirale.
Wenn ich mich mit einem Kumpel duelliere, dann motiviert mich das sehr, meine Fähigkeiten zu verbessern und Strategien zu überdenken. Man wächst einfach aneinander.

natürlich wird es dann Leute geben, die auf

Gobbo: "Willstä ´n Duäl?"
Gelangweilter Auserkorener: "Nee du, geh ma wech."
Gobbo: "Willstä jetze´n Duäl?"
Gelangweilter Auserkorener: "Lass mich bitte in Ruhe, ich bete zu meinem Gott."
Gobbo: "Wie wär´s mit´m Duäl?"
Gelangweilter Auserkorener: "Du strapazierst dein Glück wirklich."
Gobbo: "Ich will mit diä kämpf´n, nur so zum tränia´n."
Gelangweilter Auserkorener: "In Ordnung, das wars. Hey Moscha da hinten, der Gobbo hier riecht echt lecker, und ich hab hier zufällig diese exzellente Tabascosauße dabei...."


einfach keine Lust haben. Denen kann man einfach eine /duelignore - Funktion an die Hand geben, dann haben die ihre Ruhe und alle anderen ihren Spaß.

Dann bekommt man als nerviger Gobbo die Meldung
"GroßeBöseDose doesn´t want to get disturbed by your duel requests.
Because he is a chicken. Chicken! Bwaaak bwaaak!"


und gut ist.

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Halloween



Dass Feiertage kommerzialisiert werden ist ja nichts neues.
Am Valentinstag gehen einem die Floristen auf den Keks, die einem einreden, dass einen die Freundin nur dann am Leben lässt, wenn man sich jetzt für das 200€-Bukett aus taiwanesischen Mondrosen mit Erdbeergeschmack entscheidet, handgepflückt, der Begriff "Weihnachtsgeschäft" ist mehr und mehr zum Maßgeblichen Faktor in der Wirtschaft geworden und die verdammten Osterhasen stehen schon seit Februar in den Regaln.
Okay, am Vatertag werden kostenlos Kondome verteilt ("Daran hätteste mal früher denken müssen. Trink nochn Bier."), aber das hat eher sozialen Hintergrund.
Aber Halloween?


Ich meine, schön. Ist schon ne nette Idee, Kürbisse und so. Verkleiden und wildfremde Leute um teure Schokolade anschnorren.
Aber wer sich verkleiden will, kann das beim Fasching machen und Süßes gibts zu Weihnachten und Ostern schon genug.

Ich finde es einfach etwas merkwürdig, dass das Konglomerat aus Medien und Industrie zu versuchen scheint, in Deutschland ein Volksfest einzuführen, dass hier einfach nicht hergehört. Was ist los, kriegt ihr die verdammten Kürbisse in Amerika nicht los?
Oder sind euch die Themen für Frauenmagazine und Bastelbücher ausgegangen?

Warum sich nicht mehr auf die volkseigenen Feste konzentrieren?


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Dienstag, 28. Oktober 2008

Rechtschreibung - Who fucking cares?



Wenn man anfängt, auf Regeln herumzupochen, wirft das natürlich die berechtigte Frage auf "Warum sollte mich das kümmern? Die verstehn doch was ich sage!"

Die Antwort lautet, wie damals beim Sender Jerewan:
"Im Prinzip ja."


Aber. (Haha, als ob da kein Aber kommen würde)
Menschen stecken andere Menschen in Schubladen. Das ist so, das war immer so, das wird immer so bleiben. Menschen urteilen, aber auf welcher Grundlage? Auf Grundlage von gleichermaßen Form und Inhalt.

Da gibts in der Bromschen Sexualphysik ein schönes Analogon:
"Es is mir egal wie sie aussieht, ich beurteile alle nur nach dem Charakter."
AAAAAAhahahahahahahahaha!
Wer das sagt, lügt. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Wer stinkt, findet schwer Freunde. Wer nuschelt, kann sich schwerer Verständlich machen, und wer beim Laufen sabbert, bekommt krass Schönheitspunkte abgezogen.
Da kann der Charakter noch so edel sein, hilfreich und gut. Weil der Blick des Betrachters gar nicht so weit reicht, sondern schon vorher abgestoßen wird. Abgelenkt, absorbiert. Was auch immer.

Halten wir fest:
Form ist wichtig. Weil der erste Eindruck wichtig ist, und der ist nicht tiefgründig-analytisch sondern oberflächlich-intuitiv.

In der realen Welt besteht der erste Eindruck aus sensorischem Input. Wie sieht sie aus, hat sie einen geilen Arsch, wie riecht sie, wie reagiert sie auf ihre Umwelt, schüchtern, provokativ, ist sie gepflegt?
Hat er breite Schultern, ist er gut gekleidet, riecht er gut, ist er gepflegt, wirkt er reif, wirkt er wohlhabend, hat er da eine Taschenlampe in der Tasche oder freut er sich nur, mich zu sehen, wirkt er schlaff oder durchsetzungsfreudig?

So viele Faktoren beeinflussen den ersten Eindruck, und fast alle sind äußerlich.
Form.

Was also hat das mit unserem Thema eigentlich zu tun?
Betrachten wir die Netzkultur. Wir befinden uns in der virtuellen Welt eines Massenmediums. Es gibt keinen direkten Kontakt, der ist durch Zwischenschaltung von Technik unterbrochen.
Unsere Kommunikation ist also gefiltert, es kommt nur wenig von unserem eigentlichen Selbst beim Gegenüber an.
Und was ist das meistens?
Die Schrift.
Sprache gibts hier nur eingeschränkt, Bilder noch viel weniger.
Hauptsächlich macht man im Internet eins: lesen.
Und wenn man die anderen Menschen einschätzen will (was man in der Regel will, weil man selbst ein Mensch ist, und Menschen gerne über andere Menschen urteilen) braucht man also Kriterien, um die anderen einzuschätzen.

Was nimmt man also als Kriterium? Hier gibts keinen Geruch, keine Bewegung, kein Gepflegt - oder doch?
Männer und Frauen achten beide darauf, ob ihr Gegenüber gepflegt ist.
Kleine Denksportaufgabe: welcher Text wirkt gepflegter?


"Ich bin ein aufgeschlossener Mensch und würde gern interessante Frauen kennenlernen, mit denen man reden kann, Abenteuer erleben und das Leben in vollen Zügen genießen."


"Joah bin der Detlef wone in Neustat und finds geil abund zu mal ne andere biatch flachzulehgen das is mal standart."

Wer etwas Anstrengungen in seinen Ausdruck legt, wirkt seriöser, gepflegter und in der Gesamtheit ansprechender. Daraus folgend werden anständig geschriebene Texte ernster genommen, gründlicher durchdacht und positiver aufgenommen. Genau wie gepflegte Leute im wahren Leben ernster genommen werden. Wobei "gepflegt" sehr viel bedeuten kann und verdammt vielschichtig ist.

Natürlich gilt hier, wie auch bei allen anderen Dingen im Leben: Man kann alles übertreiben.

Und damit wir´s hier mit der Form nicht übertreiben, noch ein Sender Jerewan-Witz:
* Anfrage an Radio Jerewan:
Stimmt es, dass Iwan Iwanowitsch in der Lotterie ein rotes Auto gewonnen hat?
* Antwort:
Im Prinzip ja.
Aber es war nicht Iwan Iwanowitsch, sondern Pjotr Petrowitsch.
Und es war kein Auto, sondern ein Fahrrad.
Und er hat es nicht gewonnen, sondern es wurde ihm gestohlen.


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Montag, 27. Oktober 2008

Warhammer - Veränderungen am Charakter mit zunehmendem Level



Wie wir alle wissen, hat Mythic in der Entwicklungsphase damit geworben, dass unsere Charaktere sich verändern, je mächtiger sie werden.
Orks werden größer und moschiger, Zwerge kriegen Bärte (yay!) und Chaoten werden mit Mutationen gesegnet.
Leider wurde das gestrichen.
Die Gerüchteküche sagt, dass dieses Feature nachgeliefert wird.
Ich habe einige Vorschläge, wie das aussehen kann:



Hexenkriegerinnen kriegen immer tiefere Augenringe und gelbe Fingernägel, weil sie nikotinabhängig und auf Koks sind, Orangenhaut und Narben an den Handgelenken. Wer sich mit dem Rotlichtmilieu einlässt, verlässt es nicht mehr.

Hexenjäger dagegen bekommen Goldkettchen und Goldzähne und teure Rolex-Uhren, wie sich das für einen anständigen Pimp gehört.

Hochelfen werden immer mehr pink, mit zunehmendem Gaystatus. Außerdem kriegen sie Frisörpunkte, mit denen sie in der Hauptstadt ihren Hairstyle anpassen können.

Sigmarpriester....nun. die Sterben mit Level 32 an Herzinfarkt. Zuviel Heiliger Zorn ist nicht gut für den Blutdruck.

Chaos kriegt Mutationen, völlig klar. Öffnet Türen für ein lustiges Spiel: Rate-An-Welcher-Peinlichen-Stelle-Meine-Tentakel-Mutation-Ist.
Die Magi bekommen an ihre Disks Heckspoiler, neue Vergaser und Instant-Chaosenergy-Einspritzpumpen, zusammen mit für sie reservierten Tankstellen, damit sie nicht in die Verlegenheit kommen, mitten auf dem Schlachtfeld ohne Sprit für ihre Disc dazustehen.
Wer zu doof ist, seine Füße zu benutzen...

Zwerge mutieren mehr und mehr zu Fellknäueln, die aussehen, wie irgendetwas was die Katze ausgewürgt hat. Außerdem bekommen sie ein Kostenloses Blut-Analyse-Set, womit man Screenshots von ihren Leberwerten machen kann. Das wird ein Spaß in den öffentlichen Foren!

Dabei ist das orkische "Je-Größä-Desto-Moschigä"-Schema fast schon langweilig.
Kreativität, Leute!

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Lesefrust - Bücherkultur im Schatten von "Fucking Berlin"



Es gab eine Zeit, da ist man in den Bücherladen gegangen, mit einem Gefühl der freudigen Erwartung; man hatte etwas Geld dabei, von dem ein bestimmter Teil dafür bestimmt war, im Bücherladen zu bleiben.
Man ging durch die Regale, auf der Suche nach Schätzen.


Einige Autoren kannte man, andere wurden einem empfohlen.
Man ging durch die Regale, den Kopf voller "Okay, ich hab 50 Euro. Wenn ich mir jetzt zwei Bücher kaufe, dann bin ich eine ganze Weile beschäftigt, eins kauf ich mir, um meine Preston/Child-Reihe zu vervollständigen, und dann gibts hier noch ein ganzes Regal mit wirklich interessant klingender Science-Fiction, hm...
Nehm ich das und das, oder das da, aber Lovecraft würde ich gern mal wieder lesen, und das da klingt wirklich spannend, verdammt.
Okay, 20 Euro für Bücher, schließlich muss ich diesen Monat noch was essen, kann nicht mein ganzes Geld für Bücher ausgeben..."
Letzendlich ging man mit 4 Büchern statt 2 raus, freudestrahlend, in Erwartung der guten Unterhaltung und Geschichten, die einen erwarteten....

Und heute? Die Bücherreihen, die man damals vervollständigt hat, sind vollkommen. Die stehen alle im Schrank, die guten mehrfach durchgelesen.
Das Science-Fiction-Regal? Diejenigen, die man kennt, hat man, die anderen klingen wie schlechte Aufgüsse ehemals sehr guter Ideen.
Vom Fantasy-Regal garnicht zu sprechen. "Die Elfen, die Zwerge, die Orks, die Trolle, Elfenfrisör, der Kautabak der Zwerge, der Mundgeruch der Orks"

Noch schlimmer wirds in der Biographie-Sektion. "Der Sklaverei entronnen", "Fünfzig Jahre mißbraucht, eine Frau erzählt" "Wie ich Saddams Terror entkam" und das gefühlte dreißigste "Darum bin ich eigentlich ein Held" von Dieter Bohlen.

Historische Bücher? "Die Wanderhure", "Die Hebamme", "Lauf, Jayne Lauf", Unterdrückung, Mißbrauch, Ungerechtigkeit, von Frauen für Frauen, im Taschenbuchforman für 9,80€.

Die letzten 3-4 Male, die ich mich in einen Buchladen getraut habe, waren niederschmetternd, entmutigend und ziemlich deprimierend. Wenn ich mich an einen neuen Autor herantraue, werde ich durch lapidare Handlung, plumpe Ideen und unspektakuläre Dialoge gelangweilt.

Die Freunde, die auch gern lesen, haben nichts mehr auf Lager, die Autoren, die man zu schätzen gelernt haben, schweigen sich aus.
Terry Pratchett - schweigt.
Douglas Adams - tot.
Dan Simmons - schweigt.
Alastair Reynolds - schweigt.
Frank Schätzing - schweigt. Aber verdammt gute Bücher hat der geschrieben, der Mann.
Preston/Child sind noch recht produktiv, aber ich hab alle, die derzeit draußen sind, schon gelesen.
Stephen Baxter ist mir zu blutrünstig (Obwohl ich jedem lernbegierigen, geistig gefestigten Menschen das Buch "Evolution" ans Herz legen kann. Wer sich von Blutrünstigkeit und Grausamkeit aus der Bahn werfen lässt sollte das Buch jedoch meiden).

Einmal bin ich ins kalte Wasser gesprungen und hab mir das Buch "der Mastercode" gekauft, von Scott McBain. Sowas ist mir noch nicht passiert, aber denkwürdig ist es allemal:
Die Freaks von Verlegern haben wirklich jede interessante Wendung, die die Story im Verlauf des Buchs nimmt, im Klappentext zusammengefasst. Wirklich, am Ende schlägt man das Buch zu und fragt sich "Hm. Und? Stand doch schon hinten drauf." Man braucht das Buch nicht lesen, kurz den Klappentext überfliegen reicht. Steht alles drauf.

Kurz gesagt, ich bin deprimiert. Und diese ganzen Mißbrauchs-Romane und "wahren Geschichten", plus das momentan angepriesene "Fucking Berlin", welches die Geschichte einer Studenten-Hure erzählt, kühlen die Anziehungskraft von Buchhandlungen merklich ab.

Wo sind sie hin, die großen Geschichtenschreiber? Schreibt mal was, ich bezahl gerne Geld dafür.

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Freitag, 24. Oktober 2008

Wochenende



Enjoy your weekend, everyone out there.
Here, have a comic.
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