Montag, 13. Oktober 2008
Warhammer Online Craftingsystem
Das Craftingsystem von Warhammer online, ob kompliziert oder nicht, ist vor allem eins: Uninteressant.
Mal ehrlich, letzendlich sitze ich da und bastele Buffs. Toll. Das begeistert mich 5 Sekunden, dann ist die Luft raus.
Ich finde, das Schöne am Berufekonzept bei MMORPGs ist zusätzliche Individualisierung für den Charakter. Aber dann die ganze Zeit Buffs basteln.... es kommt nichts aufregendes dabei heraus, nichts lustiges oder spannendes.
Nur Buffs halt. Nichts worauf du dich freuen kannst.
Bei MMORPGs braucht man Spielelemente, die das Interesse wachhalten, und da seh ich hier klar eine verlorene Chance. Was krieg ich beim Buffbasteln in der nächsten Stufe? Ein bisschen bessere Buffs. Schnarch.
Beim Skillsystem kann ich mich auf viele Sachen freuen, die nächste Stufe Rufausrüstungen, neue Fertigkeiten und Taktiken, ein besseres Mount, den nächsten Meisterschaftspunkt, bald den neuen dicken Hammer tragen zu können, den ich seit 4 Leveln mit mir rumschleppe..... der Reiz dessen, sich auf etwas freuen zu können.
Vergleich zum Craftingsystem:
"Warte mal du, ich skille die Talismanherstellung ein bisschen, mach schon mal ohne mich weiter."
Behältnis, Fragment, Essenz, Stäubchen, Kuriosität, Pling....
Behältnis, Fragment, Essenz, Stäubchen, Kuriosität, Pling....
Behältnis, Fragment, Essenz, Stäubchen, Kuriosität, Pling....
Behältnis, Fragment, Essenz, Stäubchen, Kuriosität, Pling....
Und was kommt dabei raus? Schlechte Talismane, die beim Verkäufer fette 1 Kupfer Umsatz bringen. Und dafür hat man sämtliche magischen Gegenstände zerkloppt und hat mit Level 20 kein Geld fürs Mount zusammen. Und wenn ich meinen Begleitern, die in der Zeit fröhlich Monster umgehauen haben, dann stolz mein Werk präsentiere, lachen sie sich halb tot.
Fazit: Um irgendwann mal was brauchbares bekommen muss man sich Stundenlang mit unbrauchbaren Dingen herumschlagen. Keine Abwechslung. Wenn es zwischendurch wenigstens mal was interessantes, vorzeigbares geben würde, etwas, was das Interesse wach hält, wäre die ganze Sache halb so wild.
Auch bei anderen MMORPGs musste man viel Müll basteln, einfach zum Skillen. Aber zwischendurch gabs dann Kleinigkeiten, über die man sich freuen kann.
Beispiel WoW: Klar hat man als Ingenieur viele blöden Steine zu langweiligem Sprengpulver zerhauen, aber zwischendurch konnte man man sich ne stylishe Brille basteln, oder lustige Raketenstiefel.
Oder als Alchi Tränke, die mich kurzzeitig Unsichtbar gemacht haben oder in einen lustigen Piraten verwandelt haben.
Beim Schmied gabs Reitsporen, die meine Reitgeschwindigkeit erhöht haben.
Spielern von anderen MMORPGs fallen hier sicher noch Beispiele aus ihren alten Spielen ein, die ähnlich funktionieren.
Alles Dinge, die das Spiel nicht kaputt machen, aber trotzdem mit Erfolg das Interesse wachhalten. Und ehrlich, Buffs basteln kriegt auf der "Krass, spannend!"-Skala von 1 bis 10 ne müde 3einhalb. Schade!
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Samstag, 11. Oktober 2008
Mein Sigmarpriester auf WarDB - Forensignatur
Endlich hab ich auch einen WarDB-Account. Das ist eine Datenbank im Netz, die gesammelte Warhammerdaten verwaltet und speichert. Realisiert wird das über einen Client, den man sich auf deren Homepage lädt und parallel zu WAR laufen lässt.
Heraus kommt dann sowas:
Dabei sammelt das Programm Daten aus dem Spielfluss und aktualisiert die Datenbank, wenn ihr Warhammer wieder beendet. Außerdem kann man Addons für das Hauptprogramm verwalten. Infos gibts hier.
Einmal Account erstellt und eingeloggt gibts dann die Möglichkeit, sich den Code für eine Forensignatur zu kopieren, aus der sich dann so ein hübsches Bild wie oben ergibt. Sieht toll aus :) Angeboten wird sie in BB-Code und HTML.
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Forensignatur Warhammer Online
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Zeitgeist
Ich möchte an dieser Stelle einen interessanten Film empfehlen.
Er heißt Zeitgeist, steht kostenlos im Netz und ist ziemlich interessant.
Letzendlich ist es ein Film von Verschwörungstheoretikern für Verschwörungstheoretiker.
Nichstdestotrotz ist er interessant anzusehen und man kann gut darüber diskutieren.
Wer sich also das intellektuelle Vergnügen gönnen will: hier ist er im Streamingformat zu finden.
Für alle, die nach dem Film neugierig geworden sind, hier gehts zum Wikipedia-Artikel, der sich mit den Thesen beschäftigt.
Ich hätte mir den Film nicht ansehen sollen, jetzt bin ich paranoid.
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Montag, 6. Oktober 2008
Chrome und Iron - Neues aus der Browserabteilung
Einige werden es schon gelesen haben:
Google geht auf dem Weg zur Alleinherrschaft über das Internet einen weiteren Schritt. Der Informationsgigant hat einen Browser herausgebracht, der der Virenschleuder dem Internet Exploder ein weiteres Stück vom Browsermarkt wegmampfen kann: Googles hauseigener Browser Chrome.
Nun kann ich hier seitenweise Hasstiraden auf den Internet Explorer schreiben, Firefox anpreisen und Microsoft in die Pfanne hauen, was letzendlich aber nicht nötig ist. Nicht zuletzt, weil Microsoft sich mit Vista schon ganz gut selbst in die Pfanne gehauen hat.
Was verspricht uns nun Chrome? Zum ersten, es ist auf einem Open Source-Gerüst aufgebaut, dem Projekt "Chromium", welches unter der BSD-Lizenz veröffentlicht wird. Chrome an sich ist closed source, was einige Nachteile hat.
Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass es sehr gern nach Hause telefoniert, was in der Internetgemeinschaft nicht gerne gesehen wird.
Klar, Google handelt mit Informationen, verständlich, dass sie auf dem Konzept aufbauen. Aber heutzutage legt man Wert auf seine Privatsphäre.
Weiterhin ist Chrome schneller als die gängigen Browser; außerdem sind die einzelnen Tabs nicht länger voneinander abhängig, was tabbed browsing enorm beschleunigt.
Für Textüberflieger: Chrom = schnell
Chrome ist also schneller, spioniert uns aber aus. Was machen wir da? Entweder es ist uns egal oder wir suchen weiter. Und werden bei Iron fündig. Iron basiert auf Chromium, also dem Open-Source-Unterbau von Chrome. Es kann alles, was Chrome kann, der Sourcecode ist einsehbar, und es telefoniert nicht nach Hause.
Klingt gut, was? Hier gibts das Teil zum Schnuppern, für Chrome-Fans gibts hier einen Chrome-Download.
Natürlich kursieren im Netz auch schon Freeware-Tools, um Chrome die Sammelkörbchen wegzunehmen und die Zähne zu ziehen. Warum also nicht einfach Chrome entschärfen und benutzen?
Um das zu erklären, muss ich etwas auf den Grundgedanken von OpenSource eingehen. Das mach ich später.
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Donnerstag, 2. Oktober 2008
Wie spiele ich eine Hybridklasse - ein Warhammerguide
Wir wissen noch, wie es damals war:
Da hatte man eine schöne saubere Gruppe, wo jeder ein kleines Schildchen tragen musste, auf dem seine Aufgabe in der Gruppe gut sichtbar mit Neonfarbe aufgemalt war.
Ich - Heiler
Du - Tank
Du da, nein, nicht du, der andere - Fernkampf
Du - Nahkampfschaden
Dann ist man losgezogen, der Tank hat die Schläge kassiert, der Damagedealer im 10sekundentakt seine Crits im Chat gepostet (hey lol!11) und der Heiler stand hinten, verteilte generös Heilungszauber und fühlte sich wie der Platzhirsch, weil ohne ihn nichts ging.
Doch das hat nun leider alles ein Ende, denn der Vormarsch der Hybridklassen ist nicht mehr aufzuhalten. Um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen, gehe man in ein beliebiges Warhammer Online - Forum und zähle die "Schami auf DD wie specc?"- "Erzmagier Schaden zu low :("- oder "Chosen als DD useless"- Threads.
Warum ist das so? Weil die netten Entwickler die Spieler am schönen Spiel namens "Freie Entscheidung" teilhaben lassen wollen.
Um nun durch diese Flut von Skillbäumen, Talenten und Taktiken durchzublicken ist ein roter Faden nützlich. Es gilt dabei ein paar Regeln zu beachten.
1. Erkenntnis
Du willst eine Hybridklasse spielen? Toll, willkommen in der Welt der Entscheidungen. Schluss mit dem "du bist Krieger, du kriegst aufs Maul" und "Priesterbuff plz". Lass dir nichts mehr gefallen, du darfst jetzt selber Bestimmer sein.
2. Entscheiden - aber wie?
Um deine neugewonnene Fähigkeit auf die Probe zu stellen, haben dir die Entwickler kleine Denksportaufgaben mit auf dem Weg gegeben.
Als Beispiel: Du stehst auf Ordnung, kannst lesen, gehst in die Kirche und rasierst dich gerne? Der Sigmarpriester ist wie geschaffen für dich.
Nun steht da im Charakterauswahlbildschirm etwas von "Archetyp: Heiler"
Das steht nur dort, weil dich die Entwickler von Mythic testen wollen, ob du das Entscheiden auch wirklich gelernt hast.
Entscheide dich dagegen! Fasse den inbrünstigen Entschluss, deinen Sigmarpriester als fette Nahkampf-Knüppelkanone zu skillen.
3. Lass dich nicht von deinem Standpunkt abbringen
Aber der Test ist noch nicht vorbei. Wie schon damals beim WoW-Feraldruiden, beim heimlichen Sex mit der Sektretärin oder den Nürnberger Prozessen werden dir Leute einreden wollen, dass "das gar nich okay is was du da machst".
Wenn du im PvP (für Warhammerfans: RvR) den Feind gekonnt umgehst, um im richtigen Moment aus dem Gebüsch zu brechen um den gegnerischen Tanks mit deiner Nahkampfkeule die Kniescheiben zu zertrümmern, werden dir Leute einzureden versuchen, dass das garnicht deine Aufgabe ist.
Du machst nicht genug Schaden gegen Tanks, seine Rüstung ist viel zu dick und du bist Heiler, gottverdammt!, werden sie sagen.
Lass dich nicht reinlegen. Wenn der Tank nicht durch wenigstens drei Schläge down geht, liegt das daran, dass seine Klasse einfach noch imbalanced ist und schleunigst generft gehört.
Lass dir den Nervenkitzel nicht nehmen, schließlich bist du Hybrid und kannst frei entscheiden, wie du deinen Charakter spielst.
4. Setze deine Meinung durch
Du hast Courage gezeigt, intelligente Entscheidungen getroffen, bist konsequent geblieben und hast dich tapfer Level um Level, Szenario um Szenario vorgekämpft. Nun ist es an der Zeit, andere an deinem Wissen und deiner Erfahrung teilhaben zu lassen.
Such dir ein schönes ruhiges Forum, melde dich an, bastel dir mit Photoshop eine r0XX0r-Signatur mit düsterem Hintergrund, leuchtender Schrift und deinem Charakternamen, und fang an zu erklären, warum du dich entschieden hast, deinen Charakter so und nicht anders zu spielen.
Früher oder später werden dir Leute antworten, die genau wie vorher der Meinung sind, dass du alles grundfalsch verstanden hast.
Aber das ist nur ein Zeichen, dass du anders bist als die, was dir Neid und Respekt einbringen wird und dich von der grauen Masse abhebt.
WoW hat es gezeigt:
Hybridklassen sind die neuen Lieblinge der Onlineszene! Der Feral-Druide hat nützliche Skills bekommen, der Diszu-Priester krasse Buffs und als Paladin bekommt man eine Gratispackung Taschentücher bei der Charaktererstellung, wahlweise für Forenheulthreads oder für die einsamen Abende vorm PC, in denen man seiner Paladinfrau in ihrer geilen Rüstung auf die Möpse starrt.
Natürlich geht das nicht nur beim Sigmarpriester.
Und nicht nur bei Warhammer! Ob Nahkampf-Priester, Fernkampf-Paladin, Damagedealer-Schwertmeister oder Heil-Maschinist: Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!
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Warhammer Online und Atmosphäre
Wem ist das auch schon passiert?
Zwei Dutzend diabolische, Khaine-versessene Hexenkriegerinnen haben zwei Dutzend brave und edle Hochelfen gefangengenommen und in Käfige gesperrt.
Was machen wir als todesverachtende Krieger des Guten? Klar, wir hauen die um.
Die Hexen, nicht die Elfen.
Man macht sich also auf, spürt das Lager der bösen Fanatiker (für emanzipierte Sozialpädagogen: FanatikerInnen) auf. Es entbrennt ein blutiger Kampf, aus dem wir siegreich hervorgehen. Wir nähern uns den Käfigen der verängstigten Hochelfen, schließen schnell die Türen auf, bedeuten ihnen, schnell mit uns zu fliehen, und was sagen die?
"Ich habe von Euren Vorfahren gelesen."
Und das mit einer gelangweilten Stimme, als ob ihnen die Hexen bis eben stundenlange Vorträge über Finanzbuchhaltung und Fertigungsgemeinkosten gehalten haben.
Mich nerven diese Standardsprüche! Versteht mich nicht falsch, ich mag die Elfensprüche im Großen und Ganzen. Wenn man im Dunkelelfen- oder Chaosgebiet unterwegs ist, muss man sich von den NSCs ständig beleidigen und belegen lassen.
Die Hochelfen sind angenehm und freundlich.
Aber dieselben blöden Standardsprüche, bei jedem Elfenmodel überall das gleiche, vollkommen unabhängig von Situation, Atmosphäre und Kontext.
Ich will ja keine Questtexte in Sprachausgabe, aber dass ein storytechnisch schwer verwundeter oder zu Tode geängstigter Elf so klingt, als sei meine Anwesenheit, seine Gesundheit oder die schnelle panische Flucht nur von mäßigem Interesse.....
Wenigstens rudimentäre Audio-Emotes für NSCs wären doch was Feines.
Leider scheint das in MMORPGs Standard zu sein. Bei WoW wars auch so. Ist das allen egal? Den Developern, Spielern, Testmagazinen?
Wenigstens mal ein "Helft mir doch bitte!" oder ein "Es tut so weh..."
Wobei ich glaube, dass ein "Nette Rüstung Süßer, danke für die Hilfe, gehen wir jetzt zu dir?" dann doch zu viel verlangt wäre.
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Mittwoch, 1. Oktober 2008
Richtiges Spielen Für Richtige Spieler - Ein WAR-Guide
Richtiges Spielen Für Richtige Spieler - Ein WAR-Guide
Für alle, die noch nicht so richtig raushaben, wie sie ihre Klasse bei Warhammer spielen sollen.
Der Schwertmeister
Solltest du dir einen Schwertmeister erstellt hast, herzlichen Glückwunsch! Du bist der Charakter, der am Anfang das längste Schwert und den arrogantesten Gesichtsausdruck hat, dementsprechend solltest du deinen Charakter spielen.
Hätten dich die Entwickler als denfensive Klasse geplant, hätten sie dir von Anfang an einen Schild gegeben. Doch du hast ein großes Einhandschwert, was dich gegen Angriffe verletzlicher macht, als. z.B. diese kleinen mobilen Felsbrocken, die sich Eisenbrecher nennen.
Du bist ein filigraner Elf, du bist hunderte von Jahren alt. Man zieht sich nicht mit viel Liebe atemberaubend schöne Rassekatzen heran, um dann im Krieg die heranstürmenden Orks zu hunderten damit zu bewerfen.
Halte dich dezent im Hintergrund, beobachte die Gezeiten der Schlacht, um dich im richtigen Moment zu verstecken. Diejenigen, die dir einreden wollen, dass dein Platz mitten im Gegnergetümmel ist, oder dass du gar im kritischen Moment geheilt wirst, wollen nur, dass du so schnell wie möglichst mit Pfeilen und Äxten gespickt wirst, um dir während deiner "du wirst gleich wiederbelebt"-Phase wertvolle Erfahrungspunkte wegzuklauen.
Dein Platz ist hinter den Heilern, die du mit deinem beeindruckendem Schaden super verteidigen kannst, schließlich hast du ein großes, dickes Schwert. Hussa!
Der Goblimschamane
Jeda Git stirbt füa sich allein. Du bis´ klein, grün, un´ musst imma aufpass´n dass dich da hungrigen Orkze nich innen Kochtopp schmeiß´n, kurz:
Wenn du nich selba auf dich aufpasst, wer dann?
Zum Glück kanns´ du dich massich gut selba heil´n, un´ das sollteste auch mach´n. Die anneren lass vorrenn´ jedes vaheizte Kanonenfutta is besser als wenn du weggemoscht wirst.
Deine grünän Blitzä erhalt´n dich am Leb´n, weil Angriff is da beste Väteidigung, also hau massich Blitzä raus, da kriegste am Ende noch mehr Waaagh! um dich noch bessa zu heil´n. Wenn da Mähnschz odä da Stumpnz zu nah rankomm´n und deinä Kumpälz umhau´n, vasuch deine Haut so lange wie möglich zu rett´n. Kipp´n deinä Kumpälz um, nimm de Beinä in de Hand.
Da Orkze sag´n imma, dass sie viel härta und stärka als da Gobbos sin´ also könn se das auch beweisn, indem se sich wegmoschn lass´n.
Gobbos sin da klügaren und lauf´n lieba wech, um ´n andernmal weita grüne Blitzä auf da Stumpnz und Mähnschnz zu schmeissn!
Der Schattenkrieger
Du bist der Jäger im Schatten, die lautlose Gefahr. Wo andere sich schon blindlings in die Schlacht werfen, verweilst du im Schatten, abwartend, geduldig.
Weil du clever warst und dir eine Hybridklasse gewählt hast, sind deine Möglichkeiten,zuzuschlagen mannigfaltig, deine Möglichkeiten unendlich.
Du hast dich in Foren belesen, deine Meisterschaften studiert und bist zu einem Schluss gekommen:
Im Fernkampf reichen deine Pfeile nicht aus, um effektiv zu töten, deine Verlangsamung hat zu wenig Reichweite, die Feuerzauberer stecken dich schadensmäßig sowieso in die Tasche. Der logische Schluss: Greif deinen Gegner im Nahkampf an, das erwartet er am wenigsten! Sind wir mal ehrlich, du hast extra eine Kampfhaltung und einen Meisterschaftspfad dafür, also nutze das auch! Da draussen gibt es so viele Schattenkrieger, die versuchen, mit ihren schwachen Bögen irgendetwas zu bewirken. Wir wissen wie das endet: Im Schattenkriegerforum mit einem 70seitigen Thread und jeder Menge Selbstmordabsichten.
Du machst es vor, die anderen werden es nachmachen: Auf den Gegner zugerannt, wild mit dem Schwert herumgefuchtelt, und dem vollkommen entsetzten Feind gezeigt, was ein echter Legolas ist!
Der Sigmarpriester
Sieh dir das Konzept deines Sigmarpriesters an: Ein Nahkampfheiler, Geweihter Des Lichts;
Mit dem Gottgegebenen Auftrag, unzählige Forenheulthreads zu verursachen.
Das konntest du schon damals in Azeroth gut, und nur weil sie dir die Angstblase weggenommen haben lässt du dich davon nicht ins Bockshorn jagen.
Dir ist natürlich bei deinen Streifzügen durch die Blogosphäre aufgefallen, dass Warhammer Online nicht 1vs1-balanced ist. Das heißt im Klartext, dass viele Klassen im 1vs1 benachteiligt sind, und eine Klasse die ganzen Vorteile quasi geschenkt kriegen muss. und welche Klasse ist das?
Genau.
Damals in WoW war alles anders: Schaden war ein Fremdwort, alle haben über dich gelacht, "Treffen sich zwei Allys, der eine is Pala, der andere macht auch keinen Schaden" oder "Wieviele Hordler braucht man, um einen Pala zu töten?"-Witze erzählt.
Die Schurken haben in den Videos alle anderen nackt mit einem Stufe 1 - Dolch im Ninja-Style weggekloppt, aber du hast nächtelang nach Equip gefarmt, dich mit den Kriegern um die Platte und Waffen gestritten, um wenigstens etwas mehr Schaden zu machen als ein Holypriester mit seinem blöden Brunnen.
Doch jetzt nicht mehr:
Der Sigmarpriester heißt nicht umsonst "Warrior Priest", diesmal skillst du auf Zorn, rennst als erster in den Feindzerg hinein und beweist allen, dass du mehr bist als Heil- und Rezzbot. Du rennst nicht mit der Gruppe, sondern alleine! Du holst die Flagge, du eroberst den feindlichen Gefechtsstand! Für das Lischt!
Und wenn du wieder mal im Reisemenü vergeblich nach Sturmwind suchst, im Kampfgetümmel verzweifelt dein Angstblase + Ruhestein-Makros suchst oder dich beim Login vergeblich mit deinen WoW-Daten anmelden willst:
Das kann jedem mal passieren, du wächst in WAR schon rein.
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